Brandschutzauflagen erfüllt

Jugendraum für Oelshausen

Der ganze Ort war involviert und alle packten mit an

Oelshausen. Ein langgehegter Traum ist für Oelshäuser Einwohner in Erfüllung gegangen: Am Montag wurde der Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus seiner Bestimmung übergeben. Lange Zeit war ein Betrieb durch die Corona-Pandemie, Personal- und Kindermangel nicht möglich, dann waren es die Brandschutzauflagen. Jetzt sind alle Auflagen erfüllt und der ganze Ort freut sich nicht nur mit, alle packten auch mit an. „Oelshausen ist manchmal dafür bekannt, erst was zu machen und dann zu fragen“, sagte Marco Schaub, stellvertretend für Ortsvorsteher Johannes Schwarz und schmunzelte.  Sein Dank galt der Stadt Zierenberg und dem Bauhof für die gute Zusammenarbeit. Besonders auch Franziska Balle von der Dorfgemeinschaft sei sehr „dahinter her gewesen“, dass es hier wieder eine funktionierende Jugendarbeit gebe.

Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth freute sich mit allen Beteiligten, dass „wir hier nun endlich eröffnen können“. Durch die Initiative aus dem Ort   in Zusammenarbeit mit dem Bauhof sei das möglich geworden.  Er dankte allen Ehrenamtlichen und besonders auch Ortsvorsteher Johannes Schwarz und der Dorfgemeinschaft mit Franziska Balle, die nicht locker gelassen habe.  Die Stadt habe für die Grundausstattung gesorgt, der Rest folgt nun auf der Basis der Ideen der Jugendlichen. Der Jugendraum ist von nun an immer montags von 16 bis 18 Uhr für Kinder ab acht Jahre geöffnet. „Hier könnt ihr nicht nur eure Freizeit verbringen, hier habt ihr auch eine Ansprechpartnerin, wenn es mal irgendwo klemmt. Sprecht dann gerne unsere Jugendarbeiterin Clara Miel-Berndt an“, sagte Germeroth und brachte Beispiele wie Ärger in der Schule, der erste Liebeskummer, Mobbing, Probleme zu Hause und einiges mehr.

Den Ball nahm Jugendarbeiterin Clara Miel-Berndt direkt auf und sagte den 20 anwesenden Kindern: „Wir sind hier nicht in der Schule. Für euch bin ich die Clara und hier gelten natürlich auch Regeln. Ansonsten lebt der Raum von euch und euren Ideen“, sagte Miel-Berndt.  Ob die Kinder einfach spielen oder vielleicht auch nur mal Ruhe haben möchte, sei allein ihre Entscheidung. „Ihr sollt hier Spaß haben und euch wohlfühlen“, sagte die Jugendarbeiterin. Zur Unterstützung in der Jugendarbeit seien noch weitere Teamer erwünscht. Die müssten zunächst die Juleica-Card erwerben. Informationen dazu gebe es auf der Internetseite der Stadt Zierenberg und auch bei ihr.

Ortsvorsteher Johannes Schwarz erklärte im vergangenen Jahr gegenüber Warmetal aktuell, dass beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ viele Jugendliche und Eltern sehr engagiert dabei waren. So sei dann auch die Idee entstanden, den Jugendraum wieder mit Leben zu füllen. Also sind die Jugendlichen an den Ortsbeirat herangetreten und haben um Hilfe gebeten. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes packten mit an, ebenso Oelshäuser Vereine und Einwohner. „Es waren immer so 15 bis 20 Ehrenamtliche da, um das Projekt voran zu bringen“, sagte Schwarz. Unter anderem wurden auch Stufen für einen Notausstieg aus dem Fenster installiert. Vier Arbeitseinsätze habe es insgesamt gegeben. Die Flurwände wurden neu verkleidet und verspachtelt und nun steht einer Neuaufnahme der Jugendarbeit in Oelshausen nichts mehr im Wege.