Notstromaggregate für die Wasserversorgung von Zierenberg
Zierenberg. Die Stadt Zierenberg hat zur zivilen Notfallvorsorge mobile Stromaggregate beschafft, um den Betrieb der Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen auch bei längeren Stromausfällen sicherzustellen. Bei der vom Landkreis Kassel initiierten Sammelbeschaffung wurden je zwei Geräte mit einer Leistung von 20 kVA (Dauerlast 16 kVA) für die Wasserversorgung beziehungsweise die Abwasserbehandlung beschafft. „Wir sind natürlich froh, wenn wir sie nicht brauchen, aber auch beruhigter, dass wir sie im Notfall einsetzen könnten“, sagte Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth.
Die Aggregate für die Wasserversorgung wurden durch Geld des Bundes gefördert und unterliegen dem Verwendungszweck „Aufrechterhaltung der leitungsgebundenen Trinkwasserversorgung der Stadt Zierenberg“. Nachträglich wurden die Geräte durch das Unternehmen Brandschutztechnik Müller auf Tandem-Anhängern installiert und mit einer Grundausstattung für den Betrieb ausgestattet.
Vorrangige Einsatzbereiche sind die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Anlagen, die nicht mit stationären Aggregaten ausgestattet sind, darunter Tiefbrunnen II Oelshausen, Hochbehälter Oelshausen, Pumpstation Leipziger Straße sowie die Kläranlagen Zierenberg-Oberelsungen, Zierenberg-Oelshausen und Abwasserpumpstationen Friedrichsaue, Escheberg und Friedrichsstein.

Zusätzliche Möglichkeiten
Die Aggregate können zudem zur Stromversorgung außenliegender Baustellen verwendet werden. Auf Anfrage können sie der Feuerwehr oder im Rahmen nachbarlicher Hilfe auch an andere Städte und Gemeinden verliehen werden. Für jede definierte Einsatzstelle werden passende Anschlussleitungen bereitgestellt. Die Aufstellflächen sowie notwendige Erdungs- und weitere Anlagen werden vor Ort hergestellt oder genutzt.
Das Personal der relevanten Betriebszweige und teilweise des Bauhofs ist in die Handhabung der Aggregate eingewiesen. Der Transport erfolgt durch stadteigene Fahrzeuge mit ausreichender Motorleistung und Anhängelast. Auch Bauhoffahrzeuge kommen zum Einsatz, um hier auch die Belastung der Betriebe zu minimieren.
Eine Nutzung der Feuerwehrfahrzeuge ist nicht vorgesehen, da diese im Fall eines flächendeckenden und anhaltenden Stromausfalls voraussichtlich nicht verfügbar wären. Auf die Inanspruchnahme Dritter (zum Beispiel Landwirte, Fuhrunternehmen) kann verzichtet werden.
Der Einsatz wird gemäß bestehender Notfallpläne durch den Fachbereich 3 der Stadtverwaltung Zierenberg koordiniert und an die jeweilige Lage angepasst. Alle Aggregate werden zentral im Bauhof der Stadt Zierenberg (Raiffeisenstraße 7) gelagert und gewartet.
Die Betriebsmittelversorgung erfolgt je nach Umfang und betroffener Fläche durch Tankstellen oder Bevorratung im Bauhof. Informationen erteilt der Fachbereich 3 der Stadtverwaltung Zierenberg.
