Spielplatz am Kindergarten wird oft zweckentfremdet
Scherben, Müll und andere Hinterlassenschaften: Grundstück könnte getrennt werden
Oberelsungen. Der Spielbereich am Kindergarten Abenteuerland in Oberelsungen sorgt derzeit für große Sorgen bei Erzieherinnen, Eltern und Verantwortlichen der Stadt Zierenberg. Wiederholte Verschmutzungen, Beschädigungen und Schmierereien machen eine sichere Nutzung für die Kindergartenkinder zunehmend schwierig. Jetzt kamen Vertreter des Magistrats der Stadt Zierenberg, der Ortsbeirat Oberelsungen sowie Kita-Leiterin Tina Mangold zu einem gemeinsamen Ortstermin zusammen, um nach Lösungen zu suchen.
Wie Tina Mangold schilderte, werde das Außengelände immer wieder in einem problematischen Zustand vorgefunden. Gartenmöbel würden verstellt oder zweckentfremdet, Pflanzen aus den Hochbeeten herausgerissen und Spielbereiche verschmutzt. Besonders besorgniserregend sei gewesen, dass Glasscherben offenbar absichtlich in der Erde vergraben worden seien. „Ein Kind hat sich an den Scherben verletzt“, berichtete die Kita-Leiterin. Auch ein Hakenkreuz unterhalb der Rutsche habe für Entsetzen gesorgt. Die Stadt Zierenberg habe hierzu bereits Anzeige erstattet.

Die Situation führte zeitweise sogar dazu, dass die Kinder den Außenbereich nicht mehr nutzen durften. Für die Kita sei dies jedoch keine dauerhafte Lösung. „Die Kinder bei schönem Wetter nicht nach draußen lassen zu können, zerrt an den Nerven aller Beteiligten“, machte Tina Mangold deutlich. Auch eine tägliche Kontrolle und Wiederherstellung des Geländes am Morgen sei auf Dauer nicht leistbar.
Bei dem Ortstermin wurden nun verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Geprüft werden soll unter anderem eine Trennung des Außengeländes in einen öffentlichen Spielbereich und einen geschützten Bereich für den Kindergarten. Der Magistrat sieht dies allerdings zunächst nur als letzte Möglichkeit an. Die zuständige Fachabteilung soll hierzu entsprechende Vorschläge und Planungen erarbeiten.

Gleichzeitig soll auch der Dialog mit Jugendlichen gesucht werden, die sich regelmäßig auf dem Gelände aufhalten. Nach Einschätzung der Beteiligten stammen die Verunreinigungen und Schmierereien nicht ausschließlich von Besuchern benachbarter Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle. Die Stadt Zierenberg möchte daher gezielt das Gespräch suchen und prüft den Aufbau einer neuen Jugendgruppe in Oberelsungen. Der Jugendraum in der Mehrzweckhalle könnte dabei künftig wieder als Treffpunkt genutzt werden.
Unterstützung kommt auch aus der Elternschaft. Elternbeirat und Eltern wollen sich an der Reinigung des Spielplatzes beteiligen und gemeinsam mit dem Ortsbeirat versuchen, Kontakt zu den Jugendlichen aufzunehmen.
Nach der gemeinsamen Begehung bat Bürgermeister Rüdiger Germeroth die Kita-Leitung, den Kindern den Zugang zum Spielplatz möglichst wieder zu ermöglichen und die Eltern entsprechend zu informieren.
Der Magistrat in Zierenberg betonte abschließend, die Sorgen der Erzieherinnen und Eltern ernst zu nehmen und gemeinsam an einer tragfähigen Lösung für die Sicherheit und das Wohl der Kinder arbeiten zu wollen.
(mw)
