Jannik Weber löst Stadtbrandinspektor Joachim Krämer ab
Von Ursula Neubauer


Oelshausen. Führungswechsel bei den Feuerwehren Zierenberg: Jannik Weber löst Joachim Krämer als Stadtbrandinspektor ab. Beeindruckende Zahlen und emotionale Verabschiedungen standen auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Zierenberg mit den Ortsteilen Burghasungen, Oberelsungen und Oelshausen in Anwesenheit vieler Feuerwehrleute und Ehrengäste im Dorfgemeinschaftshaus Oelshausen.

In einer Mammutsitzung von über vier Stunden gaben Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth und einzelne Vorstandsmitglieder ausführliche Berichte über die Arbeit der Feuerwehren im Jahr 2025. In geheimen Wahlen wurde Jannik Weber zum Stadtbrandinspektor als Nachfolger von Joachim Krämer, Florian Bayan als erster Stellvertreter und Fabian Baumann als zweiter Stellvertreter gewählt.
Stadtjugendfeuerwehrwart Werner Wagner schied nach 31 Jahren aus seinem Amt aus, das von Christian Pfeiffer übernommen wurde. Christian Rudolph wurde erster, Fabian Flamme zweiter Stellvertreter und Vanessa Kirchner Schriftführerin der Jugendfeuerwehr. Und Maurice Dittmar ist per Diensteid neuer Wehrführer der Zierenberger Feuerwehr. Zum Abschluss wurden elf Feuerwehrleute befördert und vierzehn Frauen und Männer bekamen Ehrungen.
Rüdiger Germeroth brachte es in seinem Bericht auf den Punkt, als er auf die steigenden Herausforderungen durch Umweltkatastrophen für die Feuerwehren hinwies. Der Fokus liege inzwischen auch auf der Bekämpfung von Waldbränden und Hochwasserschäden, sagte er, und deshalb investiere die Stadt Zierenberg kontinuierlich in die Feuerwehren. Dann gab er einen Überblick über die notwendigen Maßnahmen auf technischer, baulicher und personeller Ebene.
Detaillierteren Einblicke in die Arbeit der Feuerwehren gaben Stadtbrandinspektor Joachim Krämer und seine Stellvertreter Jannik Weber und Norbert Degenhardt mit ihren Arbeitsberichten. Die etwa 150 aktiven Feuerwehrleute haben im letzten Jahr 14515 Dienst- und Ausbildungsstunden geleistet, unter anderem bei insgesamt 143 Einsätzen. Noch beeindruckender sind die Zahlen bei den Investitionen für Gebäude und Geräte: ca. 491500 Euro, für Bekleidung, Wartung: 666150 Euro und für Personalkosten ca. 10000 Euro. Geplant sind für die nächsten Jahre unter anderem der Bau einer Katastrophenschutzhalle und die Sanierung des Feuerwehrhauses in Zierenberg, sowie die Anschaffung von Notstromaggregaten und weiteren Atemschutzgeräten.
Doch neben diesen Baumaßnahmen und Anschaffungen solle man nicht die Pflege der Kameradschaft vergessen durch gemeinsame Feiern und Ausflügen, meinte Joachim Krämer.
Seinen letzten Bericht als Stadtjugendfeuerwehrwart lieferte anschließend Werner Wagner. Die Kinderfeuerwehr bestand in 2025 aus 54 Mitgliedern und die Jugendfeuerwehr aus 96 jungen Leuten. Insgesamt seien beide Gruppen sehr aktiv und erfolgreich bei Knotenwettbewerben und anderen Aktionen, und die Jugendfeuerwehr Zierenberg habe sogar einen Naturschutzpreis gewonnen, erklärte Wagner. Der Abschied nach 31 Jahren Jugendarbeit fiel dem Jugendfeuerwehrwart doch schwer. Freude und Wehmut klangen in seinen Abschiedsworten durch. Doch ganz besonders freute er sich über den Aufmarsch einiger Jugendlicher, die sich bei ihm mit den 31er Luftballonzahlen und Geschenken zum Abschied bedankten. Die Jahreshauptversammlung wurde geprägt von vielen emotionalen Abschiedsreden, wie beispielsweise von Rüdiger Germeroth und anderen Ehrengästen. Beförderungen und Ehrungen bildeten den Abschluss der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Zierenberg.
Beförderungen:
Befördert wurden Finley Schaub, Christian Schumann, Lennart Nobis, Nick Raabe, Lennox Flörke zum Feuerwehrmann-Anwärter, Tim Raabe und Tim Natusch zum Feuerwehrmann, Benjamin Hahn zum Hauptfeuerwehrmann, Florian Bayan zum Löschmeister, Tobias Hauffe zum Brandmeister und Jannik Weber zum Oberbrandmeister.
Ehrungen:
Geehrt wurden Maurice Dittmar, Philipp Schweinsberg, Tobias Stöckner, Timo Ackerman und Adrian Pflüger für zehn Jahre aktive Dienstzeit,
Benjamin Klaus und Timm König für zwanzig Jahre, Jan Strube und Mike Guthard für dreißig Jahre, Anja Döhne und Uwe Göb für vierzig Jahre.
Das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielten Jens Wagner und Frank Möller und die goldene Ehrennadel erhielt Frank Höpfl.
