Sicherheit an Bushaltestellte im Fokus der Stadt Zierenberg
Burghasungen. Die Stadt Zierenberg wird kurzfristig Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an der Bushaltestelle Ludwig-Müller-Straße/Klosterstraße in Burghasungen umsetzen. Anlass sind Hinweise des Busunternehmens Bonte an den Landkreis Kassel, das auf wiederkehrende Gefährdungssituationen beim Ein- und Aussteigen von Schulkindern aufmerksam gemacht hatte.
Nach Angaben des Busunternehmens kommt es insbesondere morgens beim Transport der Kinder zur Grundschule nach Wenigenhasungen immer wieder dazu, dass Schülerinnen und Schüler zu nah am Fahrbahnrand warten. Zudem werden Schulranzen häufig unmittelbar am Bordstein abgestellt. In einem Fall geriet bereits ein Schulranzen unter die Räder eines Busses. Zwar kam dabei niemand zu Schaden, dennoch wurde deutlich, dass Handlungsbedarf besteht, um potenzielle Gefahren zu vermeiden.

Bürgermeister Rüdiger Germeroth sicherte nach einem Ortstermin und in Abstimmung mit Bauamtsleiter Christian Fischer eine schnelle Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu. Geplant ist, im Wartebereich der Bushaltestelle eine deutlich sichtbare Markierung aufzubringen. Das gekennzeichnete Feld soll als Sicherheitsbereich dienen und verdeutlichen, dass dort weder Personen stehen noch Gegenstände wie Schulranzen oder Taschen abgestellt werden dürfen. Ziel ist es, ausreichend Abstand zwischen den wartenden Kindern und dem einfahrenden Bus zu schaffen und damit die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen.
„Die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler hat oberste Priorität. Deshalb werden wir die Maßnahmen zeitnah umsetzen“, betonte Bürgermeister Germeroth. Die Markierung soll den Kindern und ihren Eltern eine klare Orientierung geben und zugleich den Busfahrern das sichere Anfahren der Haltestelle erleichtern.
Darüber hinaus ist die Bushaltestelle bereits Teil der Planungen im Rahmen der Dorferneuerung. In diesem Zusammenhang soll der gesamte Wartebereich grundlegend umgestaltet und barrierefrei ausgebaut werden. Damit werden nicht nur die Sicherheitsstandards verbessert, sondern auch die Anforderungen an eine moderne und für alle Nutzergruppen zugängliche Infrastruktur erfüllt.
Ein weiteres Thema des Gesprächs mit dem Busunternehmen betraf die Situation der Busfahrerinnen und Busfahrer während ihrer Einsatzzeiten. Um ihnen in Burghasungen eine sanitäre Nutzungsmöglichkeit zur Verfügung zu stellen, arbeitet die Stadt an einer sogenannten Transponderlösung. Diese soll es den Fahrern ermöglichen, das nahegelegene Dorfgemeinschaftshaus zu betreten und dort die vorhandenen Sanitäranlagen zu nutzen. Nach Auffassung der Beteiligten stellt dies eine praktikable und unkomplizierte Lösung dar, die sowohl den Bedürfnissen des Fahrpersonals als auch den örtlichen Gegebenheiten Rechnung trägt.
Mit den vereinbarten Maßnahmen reagiert die Stadt Zierenberg auf konkrete Hinweise aus der Praxis und setzt zugleich ein Zeichen für mehr Sicherheit und Service im öffentlichen Personennahverkehr. Die Umsetzung der Markierungsarbeiten soll zeitnah erfolgen. (mw)
