300 Eichen vor sieben Jahren gepflanzt:
Junge Eichen entwickeln sich gut und werden gepflegt


Oelshausen. Vor sieben Jahren wurden oberhalb der Grillhütte in Oelshausen auf einer durch einen Windwurf entstandenen Waldfläche rund 300 Traubeneichen gepflanzt. Wie sich die damals noch zarten Bäume entwickelt haben und welche Maßnahmen für ihre weitere Entwicklung erforderlich sind, erläuterte jetzt Ingolf Bock vom Forstamt Wolfhagen bei einem Ortstermin mit Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth.

 

Die Fläche war zuvor mit Fichten bestanden, die zum Zeitpunkt des Windwurfs bereits rund 66 Jahre alt waren. Bock gab einen Einblick in die langfristige Planung und Bewirtschaftung der Waldflächen. Angesichts des Klimawandels werde bei der Aufforstung auf eine möglichst vielfältige Zusammensetzung geachtet. So würden mindestens fünf verschiedene Baumarten je Hektar vorgesehen und die Flächen entsprechend vorbereitet. Die Bedingungen am Standort in Oelshausen seien gut. Insgesamt sei Zierenberg mit seinen verschiedenen Mischwäldern für die zukünftigen Herausforderungen gut aufgestellt.

 

Von den 2019 gepflanzten Traubeneichen haben sich viele inzwischen zu kräftigen Jungbäumen entwickelt. Einige erreichen bereits eine Höhe von rund zwei Metern. Eine Herausforderung stellt derzeit insbesondere das vergleichsweise hohe Gras dar, in dem sich Mäuse aufhalten können. Durch die bisher vorhandenen Gatter waren die jungen Bäume vor Wildverbiss geschützt. Da die Eichen inzwischen größer und kräftiger geworden sind, können die Gatter nach Einschätzung des Forstamtes entfernt werden.

Für die weitere Entwicklung der Fläche ist unter Umständen eine sogenannte Mischwuchsregulierung vorgesehen. Dabei werden Pflanzen, die die jungen Eichen verdrängen, gezielt entfernt, damit diese ausreichend Platz und Licht für ihr weiteres Wachstum haben.

 

Die Pflanzung der 300 Traubeneichen erfolgte im Jahr 2019 auf der durch den Windwurf entstandenen Fläche. Damit wurde die zuvor mit Fichten bestandene Fläche mit standortgerechten Laubbäumen neu aufgeforstet.

Die Kosten für die damals gepflanzten Bäume der Pflanzaktion wurden aus eigenen Mitteln der Jusos im Landkreis Kassel getragen. (mw)