Integrationslotsin aus Zierenberg in Wiesbaden ausgezeichnet
Wiesbaden / Zierenberg. Die hessische Sozial- und Integrationsministerin Heike Hofmann hat Katja Wiegand aus Zierenberg für ihr herausragendes Engagement als WIR-Integrationslotsin ausgezeichnet.

Bei der Ehrung in Wiesbaden lobte Hofmann in ihrer Laudatio das langjährige Engagement der WIR-Integrationslotsin und ihre Rolle als „Motor“ der Flüchtlingshilfe in ihrer Heimatstadt. Wiegand habe gemeinsam anderen Ehrenamtlichen mit dem „Café Kontakt“ im Christophorus-Haus einen Raum der Begegnung geschaffen. Dieser biete Geflüchteten nicht nur Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, dem Spracherwerb und der Jobsuche, sondern ermögliche mit unterschiedlichen Veranstaltungen immer wieder persönliche Begegnungen von Einheimischen und Neubürgern. „Was 2016 als spontane Hilfe für neu angekommene Geflüchtete begann, ist heute fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Zierenberg“, so die Ministerin.
Zum Festakt im Schloss Biebrich waren mehr als 30 Integrationslotsende aus ganz Hessen eingeladen. An alle Geehrten gewandt betonte die Ministerin weiter: „Wenn man neu in ein Land kommt, ist zunächst vieles ungewohnt: sprachliche Barrieren, Probleme bei Behördengängen oder fehlende soziale Kontakte erschweren den Start. Hier kommen die Lotsinnen und Lotsen ins Spiel: Sie unterstützen Zugewanderte dabei, bei uns Fuß zu fassen, nehmen sich Zeit, die Strukturen und Abläufe zu erklären und begleiten bei Terminen – etwa in Behörden, in der Schule oder im Kindergarten“, sagte die Ministerin. „Sie unterstützen dabei nicht nur durch ihre vielfältigen Sprachkenntnisse, sondern informieren darüber hinaus auch zu wichtigen Alltagsfragen. Sie alle zeichnet aus, dass sie für andere Menschen einstehen und sich ihrer Probleme, Sorgen und Ängste annehmen“, so Hofmann weiter.
Mit Unterstützung durch das WIR-Vielfaltszentrum in Fuldabrück engagieren sich derzeit über 70 Integrationslotsende im Landkreis Kassel. Die Ehrenamtlichen helfen Geflüchteten und Neuzugewanderten beim Ankommen in den Kommunen, erleichtern den gesellschaftlichen Zugang und ermöglichen mehr Teilhabe.
